Mountainbike-Anlage

Bikepark in der ehemaligen Sandgrube 

Der Bikepark Schönenberg-Kübelberg ist auf Initiative und durch den langen Atem mehrerer Jugendlicher entstanden. Die Anlage befindet sich in der stillgelegten Sandgrube nahe Schönenberg-Kübelberg, inmitten der Wasserschutzzone.

Es war eher Zufall, dass eine Gruppe von Mountainbikern das Gelände am Rande von Schönenberg-Kübelberg entdeckte. Das Areal liegt in einer Kuhle, eigentlich ein perfekter Ort zum Biken. Mittlerweile ist aus der einst geheimen Hobby-Anlage ein kleiner Szene-Treff geworden – für Anfänger und für Fortgeschrittene.

Im Juni 2020 fragten Jugendliche und ihre Eltern bei dem Ortsbürgermeister Thomas Wolf an, ob er sich für die Ortsgemeinde vorstellen könnte, in der Sandgrube einen Bikepark zu betreiben. Um der Sache etwas voranzubringen, starteten die Jugendlichen einen Monat später eine Internet-Petition. Sie fanden 633 Unterstützer für ihr Vorhaben. 

Die Gemeinde nahm Gespräche mit dem Wasserzweckverband auf, dem das Gelände gehört; ein Nutzungsüberlassungsvertrag wurde geschlossen. Das Büro Stadt und Natur, Annweiler, wurde beauftragt, die Bauphase zu begleiten, Genehmigungen einzuholen und später für die TÜV-Abnahme zu sorgen. Die Shapetastic Crew aus Trippstadt erklärte sich bereit, beim Austüfteln des Parcours zu helfen.

Im März 2021 gab die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd grünes Licht. Mit der Baugenehmigung konnte der Bikepark als offizielle Sportstätte mit Rechtsgrundlage eröffnet werden. Das heißt: Es gibt klare Regel und der Versicherungsschutz läuft über die Gemeinde.

Dank der unzähligen Arbeitsstunden der Biker und ihrer Eltern, dank Sach- und Geldspenden nahm der Bikepark Form an. Da kein schweres Gerät im Wasserschutzgebiet benutzt werden darf, greifen die Betreiber und deren Helfer zu Schubkarre, Schaufel, Spaten, Hammer, Säge und Akkuschrauber, um die Strecken zu modellieren und Rampen zu bauen. Jede Menge Erde wurde bewegt. Es wurden Bretter ausgelegt und verschiedene Strecken abgesteckt. Ein Holzparcours wurde gebaut und Trails errichtet. Entstanden sind zwei Rundkurse, ein kleiner und leichterer sowie ein größerer und anspruchsvollerer, mit insgesamt elf Hindernissen.

Die Ab- und Übersprünge tragen Fantasienamen wie Kettcar, Grundig, Milka, Salsa, Hot Salsa, Piccobella oder Bulli. Die Bezeichnungen kommen von dem, was die Jugendlichen beim Anlegen der Stecke gegessen haben, oder was sie als Nervennahrung gebraucht haben, als es mal nicht weiterging.

Durch naturnahes Bauen wurden Kosten und Umwelt geschont, das Gelände bleibe weitgehend unangetastet. Die laufenden Kosten wollen die Jugendlichen selbst decken, unter anderem über Sammelboxen für Pfandflaschen.

Am 7. August 2021 ist der „Bikepark von Jugendlichen für Jugendliche“ in der stillgelegten Sandgrube nahe Schönenberg-Kübelberg eingeweiht worden. 
Zu den Bikepark-Initiatoren zählen Nils Geis, Jonas Zimmermann, Tom Hofmann, Orlando Büchel, Nils Decker, Melvin Straßer, Jonathan Stuppi, Max Lothschütz und Noah Schneider.

Träger des Parks ist die Ortsgemeinde, überwacht wird die Nutzung der Anlage von mehreren Ehrenamtlichen: Kerstin Zimmermann, Peter Schneider und Joshua Arnold.